Corona Informationen

Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern gegen Coronavirus zu gewährleisten. Bitte betreten Sie die AniCura Praxisräumlichkeiten mit einer medizinische OP-Maske oder FFP2- Maske. Wenn Sie sich krank oder unwohl fühlen, senden Sie bitte eine andere Begleitperson, um Ihren Termin wahrzunehmen. Hier finden Sie Informationen für Tierhalter rund um das Coronavirus.

Mein Hund erbricht sein Futter, was bedeutet das?

Jeder Hundebesitzer hat es sicher schon einmal erlebt: der Hund erbricht plötzlich Futter oder Wasser. Das Erbrechen (Vomitus) ist eine reflexartige Aktion, die zur schwallartigen Entleerung von Magen und Speiseröhre führt. Der Inhalt wird komplett ausgewürgt.

Bevor Hunde erbrechen, leiden Sie oft an Übelkeit. Das äußert sich meist durch Schmatzen, Gähnen, Unruhe oder übermäßigem Speichelfluss (Salivation). Hunde können ihr Futter aber auch ohne vorherige Symptome oder Vorwarnungen erbrechen. 

Mögliche Ursachen für Erbrechen

Dazu gehören:

  • Psychische Faktoren (z.B. Stress) 
  • Hastiges Verschlingen von Futter
  • Aufnahme von verdorbenem Futter 
  • Futterunverträglichkeit
  • Übermäßiges Fressen 
  • Fressen von Gras 
  • Verschlucken eines Fremdkörpers
  • Vergiftungen beim Hund (z.B. durch Giftköder oder Putzmittel) 
  • Autofahren 
  • Entzündung des Magen-Darm-Traktes
  • Magen-Darmverschluss
  • Magengeschwür
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse 
  • Infektionskrankheiten durch Parasiten, Viren oder Bakterien
  • Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Tumore

Hund erbricht Futter – Das sollten Sie tun: 

Kontrollieren Sie das Erbrochene: 

Ist Blut darin? Befinden sich Stoffreste oder ähnliches im Erbrochenen? 

Beantworten Sie sich folgende Fragen: 

  • Welche der genannten Ursachen könnte in Ihrem Fall in Frage kommen?
  • Gibt es Vorerkrankungen beim Hund, die mit dem jetzigen Erbrechen zusammenhängen können? 
  • Hat Ihr Hund etwas gefressen, dass er nicht fressen sollte, wie z.B. Knochen, Schokolade, Weintrauben/Rosinen oder Abfälle? 
  • Könnte Ihr Hund Tabletten, Putzmittel oder sonstige Chemikalien aufgenommen haben? 
  • Ist er möglicherweise mit einem Giftköder in Kontakt gekommen? 

War Ihr Hund Stress ausgesetzt aufgrund von Besuch, eines Ortswechsels oder einer Beisserei mit anderen Hunden? 

Prüfen Sie ob: 

  • Spielzeug fehlt oder Teile davon abgebissen wurden
  • ein Kleidungsstück fehlt (Nylonstrümpfe, Socken, etc.)
  • der Teppich angefressen ist 

Zeigt Ihr Hund weitere Symptome auf? 

  • Kein Absetzen von Kot
  • Hund verweigert Essen
  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden 
  • permanent offenes Maul
  • Reiben der Schnauze
  • Fieber
  • Durchfall
  • Schlappheit
  • Unruhe

Erste Hilfe Maßnahmen:

  • Futter wegnehmen
  • kein Gras fressen lassen, d.h. nicht alleine in den Garten
  • kein Pfützen- oder Teichwasser schlabbern lassen
  • Wasser nur in kleinen Portionen anbieten
  • Diät in kleinen Portionen füttern

Wann Sie zum Tierarzt sollten 

Ob ein Tierarztbesuch notwendig ist, hängt zuerst davon ab, ob Blut im Erbrochenen ist oder Ihr Hund Gift aufgenommen bzw. einen (giftigen) Fremdkörper verschluckt hat. Bei einer  Magendrehung zählt jede Minute. Weisen Sie den unbedingt Tierarzt auf den Verdacht hin, eventuell weist dieser Sie an einen spezialisierten Kollegen weiter. 

Gehen Sie ebenfalls zum Tierarzt, wenn die allgemeine Verfassung Ihres Hundes schlecht ist oder er weitere Symptome neben des Erbrechens aufweist, wie z.B. Fieber oder kein Absetzen von Kot. Gerade das kann auf einen Darmverschluss beim Hund hindeuten, was lebensgefährlich ist. 

Auch wenn das Erbrechen mehrere Tage anhält, sollten Sie unbedingt zum Tierarzt. 

Diagnostik bei Erbrechen

Der Vomitus kann zahlreiche Ursachen haben. Daher sind auch verschiedene Untersuchungen nötig, um den Auslöser zu ermitteln und Ihr Tier entsprechend zu therapieren. 

Nach einem eingehenden Gespräch mit dem Tierarzt schließt die klinische Untersuchung an. Blut-, Kot-, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen können nötig sein. Hier versucht man den Auslöser herauszufinden bzw. Ursachen auszuschließen. Es kann auch eine Endoskopie angesetzt werden.

Vomitus behandeln 

Einmaliges Erbrechen ohne Blutbeimengungen und ohne weitere Symptome benötigt meist keine medizinische Behandlung. Geben Sie Ihrem Hund für 12-24 Stunden kein Futter, denn die erneute Nahrungsaufnahme kann einen weiteren Brechreiz auslösen. Durch das Fasten kann sich der gereizte Magen-Darm-Trakt wieder beruhigen. Ausreichend Wasser in kleinen Portionen benötigt Ihr Hund natürlich trotzdem, um seinen Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. 

Chronisches Erbrechen, ohne weitere Symptome wird in der Regel mit antiemetischen Medikamenten, Magenschutz oder Ernährungsumstellung therapiert. Außerdem sollte der Hund für eine Zeit nur Schonkost fressen. 

Erbrechen mit weiteren Beschwerden (z.B. Fieber, Schmerzen oder Atemnot) werden der Ursache entsprechend behandelt, beispielsweise mit Medikamenten oder einem operativen Eingriff. 

Klären Sie jegliche Therapiemaßnahme mit Ihrem Tierarzt ab. 

Junger oder alter Hund erbricht Futter – so können Sie vorbeugen 

Es kann nicht auf alle Ursachen vorbeugend eingewirkt werden. Jedoch können Sie einige Auslöser durch richtiges Handeln ausschließen. 

Sorgen Sie für angemessene Futterportionen, die über den Tag verteilt werden. Ein sogenannter Anti-Schling–Napf, kann Erbrechen bei hastigem Fressen verhindern. Verzichten Sie entweder auf eine Futterumstellung oder gewöhnen Sie Ihr Tier über mehrere Tage Stück für Stück an das neue Futter.

Achten Sie stets darauf, was Ihr Hund zu sich nimmt. Verwahren Sie vor allem Putzmittel, Medikamente und Süßigkeiten an für den Hund unerreichbaren Orten auf. 

Besonderheit:  Würgen ohne Erbrechen

Ihr Hund erbricht das Futter weder unverdaut, noch halbverdaut, würgt jedoch mehrmals? Das sollte keinesfalls als harmlos abgetan werden. Würgen ohne Erbrechen ist oftmals ein Anzeichen für eine lebensbedrohliche Magendrehung. Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Durch eine Operation kann Ihr Tier gerettet werden. 

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Wenden Sie sich an einen Tierarzt

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Ihrem Haustier feststellen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Tierarzt zu wenden.

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