Corona Informationen

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Sebadenitis

Tiere, die unter Sebadenitis leiden, müssen ein Leben lang behandelt werden.

Definition

Die Sebadenitis ist eine selten vorkommende Erkrankung bei Hund und Katze, bei der die Talgdrüsen der Haut durch eine Entzündungsreaktion irreversibel zerstört werden. Unter den Hunden sind Pudel, Viszlas, Akitas und Hovawarte gehäuft betroffen, Sebadenitis ist jedoch schon bei über 50 Rassen und auch bei Mischlingen beschrieben worden. Beim Pudel wurde die Vererbbarkeit nachgewiesen, bei weiteren Rassen wird sie vermutet. Meist sind Hunde mittleren Alters betroffen.

Ursache

Die eigentliche Ursache ist bisher nicht bekannt. Neuere Untersuchungen gehen von einer Autoimmunerkrankung aus, d.h. die Talgdrüsen, die an jedem Haarfollikel sitzen, werden von Zellen des körpereigenen Immunsystems angegriffen.

In jedem Fall kommt es zu einer Entzündung und dadurch Zerstörung der Talgdrüsen. Dem Haar fehlt somit das „Gleitmittel“ und der Hautoberfläche der Schutzfilm. Zusätzlich verhornt die Haut übermäßig, die Hautschuppen kleben wie Manschetten um die Fellbüschel.

Symptome

Zunächst brechen in einzelnen Arealen die Haare ab oder fallen aus. Die haarlosen Stellen sind trocken und schuppig. Um die verbleibenden Haare bilden sich dicke Schuppenkränze. Anfangs ist meist kein Juckreiz vorhanden, dieser und der unangenehme Hautgeruch kommen erst mit den Sekundärinfektionen durch Bakterien und/oder Hefepilze.

Die Veränderungen beginnen im Kopf-, Ohren- und Schwanzbereich und weiten sich dann auf den gesamten Rücken und evtl. die Ohrkanäle aus. Der Verlauf ist anfangs oft schwankend zwischen besseren und schlechteren Phasen.

Diagnosestellung

Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe zu stellen, in der keine oder nur noch zerstörte Talgdrüsen nachgewiesen werden.

Behandlung

Eine Kombination aus oralen Medikamenten und lokaler Behandlung. Sie muss ein Leben lang durchgeführt werden.

© AniCura, September 2018

Wenden Sie sich an einen Tierarzt

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Ihrem Haustier feststellen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Tierarzt zu wenden.

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