Corona Informationen

Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern gegen Coronavirus zu gewährleisten. Bitte betreten Sie die AniCura Praxisräumlichkeiten mit einer medizinische OP-Maske oder FFP2- Maske. Wenn Sie sich krank oder unwohl fühlen, senden Sie bitte eine andere Begleitperson, um Ihren Termin wahrzunehmen. Hier finden Sie Informationen für Tierhalter rund um das Coronavirus.

Blasenentzündung und Harnwegsinfektionen beim Tier

Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Urologie. Durch die Verbindung der Harnwege zur Außenwelt und die enge Nachbarschaft zum Enddarm können jederzeit Bakterien in die Harröhre und von dort in die Harnblase eindringen. Aufgrund der kurzen Harnröhre sind weibliche Patienten wesentlich häufiger von einem Harnwegsinfekt betroffen als männliche Patienten.

Symptome bei Blasenentzündung und Harnwegsinfekten

Ist hauptsächlich die Harnblase betroffen, spricht man von einer Blasenentzündung oder Zystitis. Eine Zystitis zeigt sich durch:

  • Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Absetzen wiederholt kleiner Mengen an Urin,
  • verstärkten Harndrang,
  • teilweise durch getrübten oder rötlich verfärbten Urin.

Behandlung und Untersuchung einer Blasenentzündung bzw. Harnwegsinfekten

Bei typischen Beschwerden eines einfachen Harnwegsinfektes kann nach Ermessen des behandelnden Tierarztes mitunter auf weiterführende Untersuchungen verzichtet werden und der Harnwegsinfekt durch kurzzeitige Antibiotikatherapie (seit neuer Gesetzeslage 2018 nur nach vorherigem Antibiogramm) effektiv behandelt werden. Dabei ist auf ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Vermehrtes Trinken erhöht die Urinproduktion. Der Spüleffekt des Urins stellt einen wichtigen Schutzmechanismus vor Harnwegsinfektionen dar.

Weiterführende Untersuchungen

Bei wiederkehrenden Beschwerden ist eine weiterführende Diagnostik erforderlich. Eine Urinprobe wird beim Tierarzt steril entnommen und die frische Probe im Labor auf Krankheitskeime untersucht. Aus dem Laborergebnis wird ein geeignetes Antibiotikum ausgewählt. Je nach Lage des Falles wird entschieden, ob eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenuntersuchung der Harnwege erforderlich ist.

Bleibt die Behandlung erfolglos, solllte der Patient einem urologischen Spezialisten vorgestellt werden. Denn in hartnäckigen Fällen läßt sich die Krankheitsursache nur durch eine Spiegelung der Harnwege herausfinden.

Für eine gute Diagnostik können Sie unseren Tierärzten als Patientenbesitzer bereits im Vorfeld behilflich sein. Sollte Sie bei Ihrem Tier eine Harnwegsinfektion vermuten oder zeigt Ihr Tier Anzeichen einer Blasenentzündung, bitten wir Sie alle Auffälligkeiten des veränderten Urinabsatzverhalten ihres Tieres zu dokumentieren und ggf. auch auf Video aufzuzeichnen. Diese Informationen können in chronischen Fällen helfen, einen zügigen Weg zur Diagnose und weiteren Behandlung einzuschlagen.

© Dr. Dr. Peter Pantke, Chefarzt Urologie, AniCura Ahlen, Oktober 2016

Wenden Sie sich an einen Tierarzt

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Ihrem Haustier feststellen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Tierarzt zu wenden.