Maine Coon

Bekannt als der „sanfte Riese“, ist die Maine Coon ein großartiges Familienmitglied mit ruhigem Temperament. Sie wird oft als die größte existierende Katzenrasse angesehen.

Kurze Fakten

Hintergrund

Wie der Name schon sagt, kommt die Maine-Coon-Katze aus den USA: Ihr Name bezieht sich auf den US-Bundesstaat Maine. Sie ist eine natürliche Rasse und möglicherweise die älteste Katzenrasse, die in Amerika heimisch ist. Ihre Geschichte geht bis zum frühen 19. Jahrhundert zurück, als die Katze ein beliebter Mäusejäger, Bauernhofkatze und Schiffsbegleiter war.

Es gibt verschiedene Theorien, wie die Rasse entstanden ist. Einer Auffassung nach stammt sie von den langhaarigen skandinavischen Katzen ab, die mit den Wikingern nach Amerika kamen und sich dort mit den heimischen Kurzhaarkatzen gepaart haben. Einer anderen Geschichte nach geht die Rasse auf die royalen Katzen zurück, die der französischen Königin Marie-Antoinette gehörten. Sie habe die Katzen angeblich nach Amerika vorausgeschickt, um anschließend selbst dorthin zu fliehen, um so ihrer Verfolgung in der Französischen Revolution zu entkommen.

Auch wenn die Theorie verbreitet ist, ist die Maine-Coon-Katze nicht das Ergebnis der Fortpflanzung von einer Katze mit einem Waschbären (engl. „coon“) – selbst wenn sie Waschbären in ihrer Größe und ihres buschigen Schwanzes wegen ähneln.

 

Persönlichkeit

Die Maine-Coon-Katze ist als die größte Rasse von Katzen bekannt. Gleichzeitig verdient sie ihren Spitznamen als „sanfter Riese“. Sie ist vom Temperament her ruhig und vom Wesen sozial, daher fordert sie Aufmerksamkeit ein. Sie folgt Ihnen gerne und schaut sich aus der Distanz an, was Sie gerade tun.

Kuscheln und Umarmungen stehen auf der Beliebtheitsskala bei der Maine-Coon-Katze nicht ganz oben, auch wenn sie normalerweise sehr sozial ist und Ihre Gesellschaft genießt. Die freundliche und entspannte Rasse ist daher ein perfektes Familienmitglied und kommt auch mit Kindern oder Hunden in Ihrer Familie gut zurecht.

 

Aussehen, Größe und Gewicht

Die Maine-Coon-Katze ist als die größte Katze der Welt bekannt. Meist wiegen Männchen 6–8 kg und Weibchen 4–6  kg. Sie erreichen ihre volle Größe erst mit 3–5 Jahren – bereiten Sie sich also darauf vor, dass Ihr neues Familienmitglied immer größer wird.

Der Körper ist groß und muskulös mit einer rechteckigen Form und einem langen, buschigen Schwanz. Der Kopf sollte eine quadratische Form haben mit spitzen, buschigen Ohren, weit auseinanderstehenden Augen und einer großen Halskrause.

 

Farbe

Die Maine Coon hat ein prächtiges, langes, seidiges Fell. Es besteht aus einer Unterwolle, die von einem glänzenden, langen und wasserdichten Deckhaar bedeckt ist. Die braun gestromte Farbe ist so beliebt, dass oft übersehen wird, dass es die Maine Coon auch in vielen anderen Farben und Mustern gibt: Dazu zählen Schwarz, alle gestromte Farben und Muster, Rot oder Weiß, Schildpatt und Mehrfarbigkeit.

 

Fellpflege

Das Fell ist etwa 5 cm lang und hat eine seidige, glänzende Textur. Es ist relativ leicht zu pflegen und verfilzt sehr selten. Es ein- oder zweimal pro Woche zu kämmen ist alles, was Sie tun müssen, um es seidig und weich zu halten. Nutzen Sie einen Kamm aus rostfreiem Edelstahl, um Knotenbildungen zu verhindern, und entfernen Sie die ausgefallene Unterwolle, die im Haupthaar hängen bleibt.

Die Maine Coon spielt gerne im Wasser. Wenn das Fell Ihrer Katze stumpf und schmutzig aussieht, bietet es sich vielleicht an, sie zu baden.

 

Besonderheiten der Rasse

Die Maine-Coon-Katze macht bekanntermaßen ein niedliches, leises Geräusch, ähnlich einem Zwitschern. Sie ist nicht besonders gesprächig oder laut, aber sie wird auf verschiedene Arten mit Ihnen kommunizieren. Sie zwitschert und trillert und ist in ihrer Körpersprache sehr kommunikativ. Achten Sie genau darauf, was Ihre flauschige Freundin zu sagen hat, auch wenn sie nicht laut miaut.

 

Erbkrankheiten

Die Maine-Coon-Katze ist eine generell sehr gesunde Rasse, die aber auch genetische Krankheiten in sich tragen oder entwickeln kann, die Schmerzen verursachen, oder die Bewegungen der Katze einschränken können. Die häufigsten Erbkrankheiten sind:

Hüftdysplasie: Eine orthopädische Erkrankung der Hüfte. Dies kann wenig oder keine Schmerzen verursachen, aber im schlimmsten Fall auch zu schwerer Lahmheit führen.

Hypertrophe Kardiomyopathie: Es ist die häufigste Form der Herzerkrankung bei Katzen. Die Erkrankung verursacht eine Vergrößerung des Herzmuskels und ist erblich bedingt. Es gibt einen Gentest zum Nachweis von Trägerkatzen.

Spinale Muskelatrophie: Eine genetische Störung, die die Nerven in den Skelettmuskeln des Rumpfes und der Gliedmaßen beeinträchtigt und zu Muskelschwäche und Degeneration führt.

 

Futter

Angesichts ihrer Größe läge es nahe, dass die Maine-Coon-Katze sehr viel Futter braucht, um gesund und aktiv zu bleiben. Aber das ist nicht der Fall. Zu viel Futter kann zu Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit führen. Die Maine Coon ist eine große Katze und braucht sowohl Trockenfutter als auch eine gute Portion Nassfutter zwei- bis dreimal pro Woche. Aber sie braucht kein Spezialfutter oder zusätzliche Malzeiten, um zufrieden zu sein.

 

Fünf Fakten über die Maine-Coon-Katze

  1. Die Maine-Coon-Katze ist die größte Katzenrasse, aber auch eine der ruhigsten und sanftesten.
  2. Die Katzen sind großartige Familienmitglieder und spielen sogar fröhlich mit Kindern und Hunden.
  3. Die Maine-Coon-Katze ist ein exzellenter Mäusejäger und hält diese unwillkommenen Gäste fern.
  4. Kämmen Sie das elegante, lange Fell ein- oder zweimal pro Woche, um es glänzend, seidig und knotenfrei zu halten.
  5. Diese Rasse ist nicht das Ergebnis einer Kreuzung von Katze und Waschbär, auch wenn diese Theorie verbreitet ist.