Allergische Reaktion beim Hund

Als allergische Reaktion bezeichnet man eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf äußere Reize.

Auslöser und Vorgang im Körper

Als allergische Reaktion bezeichnet man eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf äußere Reize. So kann ein Nahrungsmittel, der Kontakt mit Milben, Flöhen oder Ähnlichem ebenso auslösend sein, wie ein Insektenstich. Leider können unsere Haustiere auch auf Impfungen oder Medikamente allergisch reagieren. Voraussetzung dafür ist, dass das Immunsystem zuvor bereits einmal Kontakt mit dem Auslöser (Allergen) hatte.

Vereinfacht erklärt bilden die sonst so hilfreichen Abwehrzellen des Körpers hier eine vollkommen übertriebene Anzahl an Antikörpern, die in weiterer Folge für uns sichtbare Symptome auslösen.

Ein bereits durch Stress oder eine Erkrankung geschwächter Körper ist wesentlich leichter für eine Allergie empfänglich. Ebenso ist die Menge der Allergene, die auf das Immunsystem einwirken, von Bedeutung. Zum Beispiel kann ein Hund, der am selben Tag von zwei oder mehreren Insekten gestochen wird, beim ersten Stich noch keine Symptome zeigen, sehr wohl aber ab dem Zweiten.

Mögliche Symptome

Spätestens bei der Entwicklung einer Atemnot, die an einer gesteigerten Atemfrequenz und durch ein zuvor nicht vorhandenes Atemgeräusch erkannt werden kann und häufig von starker Unruhe begleitet wird, sollten sie beim Tierarzt vorstellig werden.

Behandlung

Natürlich entscheidet der Tierarzt im Einzelfall immer vor Ort, welche Maßnahmen getroffen werden müssen. Häufig kommen hier Antihistaminika, Kortison (niedrig dosiert), Magenschutz und Dauertropfinfusionen, sowie gegebenenfalls auch Medikamente gegen Erbrechen oder Durchfall zum Einsatz.

Konnte der Auslöser einer allergischen Reaktion einmal eindeutig identifiziert werden (z.B. nach Impfungen oder Insektenstichen), können Sie als Besitzer entscheidend zur Vorbeugung weiterer Zwischenfälle beitragen, indem Sie den Tierarzt davon in Kenntnis setzen.

© Dr. Nicola Buchebner, Kleintierklinik Breitensee, Februar 2018