Unter Unfallchirurgie wird keinesfalls nur die heute hochentwickelte operative Behandlung von Knochenbrüchen verstanden. Vielmehr ist es wichtig, das Gesamtbild des verunfallten Patienten zu erfassen und sorgfältig im Behandlungsplan zu berücksichtigen. Dabei stehen die lebensbedrohenden Faktoren im Vordergrund, die schnellstmöglich erkannt und behoben werden müssen. Anschließend werden die weniger gefährlichen Begleiterkrankungen und das Ausmaß der Schäden an Knochen-, Weichteil- und Nervenstrukturen erfasst. Je nach Art und Ausmaß des Schadens werden neben der klinischen Untersuchung weitergehende Verfahren (Röntgen, Ultraschall, Labor, Elektrokardiogramm und Computer- oder Magnetresonanztomographie) eingesetzt.

Nicht nur die Diagnostik, auch die chirurgische Versorgung der Unfallfolgen selbst hat einen weiten Bogen zu umspannen. Sie erfordert Wissen und Erfahrung der Chirurgen, ein großes Ausrüstungs- und Implantatesortiment, das stets griffbereit sein muss, und nicht zuletzt ein professionell geschultes Team.

Unsere Chirurgen haben langjährige Operationserfahrung auf diesem Gebiet und schulen sich wie auch das Ärzte- und Helferteam der Klinik laufend in bewährten und neuen Techniken der Unfallchirurgie.

Dr. Günter Schwarz ist Mitglied des Arbeitskreises für Osteosynthesefragen (AO) und im In- und Ausland gefragter Referent auf einschlägigen Fachtagungen und Kursen. Seit Jahren organisiert und moderiert er die renommierten und international besuchten Kurse der AOvet, der tiermedizinischen Sektion der AO International, in Salzburg.

Im Weiteren wollen wir einige Fallbeispiele verunfallter Tiere vorstellen. Sollten Sie Fragen zu einzelnen Fällen oder zu Techniken und deren Anwendbarkeit haben, kontaktieren Sie uns bitte.