Euthanasie (Einschläferung)

Das Einschläfern eines Tieres wird nötig, wenn es in seiner Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist und medizinische Hilfe nicht mehr möglich ist.

Eine Euthanasie wird notwendig aufgrund: 

Unter Umständen gibt es auch Gründe, welche die Haltung des Tieres unmöglich machen (z.B. hochgradige Aggressivität des Tieres, Gefahr für Besitzer und Mitmenschen)

Woran erkenne ich, ob mein Tier leidet?

Tiere zeigen leider oft sehr spät, dass sie leiden, da sie in der Natur durch Schwäche oder Krankheit schnell zum Opfer werden.

Hinweise hierauf können sein:

Wie verläuft das Einschläfern?

Das Tier bekommt eine Narkose wie bei einer Operation. Nur ist diese Narkose sehr hoch dosiert und führt, nachdem das Tier ruhig eingeschlafen ist, zum Herzstillstand. Das Tier erleidet dabei keine Schmerzen.

Soll ich mein Tier zu Hause oder in der Klinik einschläfern lassen?

Hier ein paar Gedankenanstöße, die bei der Entscheidung helfen können.

Einschläferung in der Praxis

Der Tierarzt hat in der Praxis bessere Arbeitsbedingungen und Assistenz , um das Tier ruhig einschläfern zu können.

Für das Tier ist es eine normale Situation, dass es in der Praxis behandelt wird. Man hat die Möglichkeit, das tote Tier vor Ort zu lassen, und muss sich nicht weiter um sein Begräbnis kümmern. Ein Hausbesuch zur Einschläferung wird zusätzlich berechnet.

Einschläferung zu Hause

Das Tier darf in seiner gewohnten Umgebung einschlafen, wobei das „Eindringen“ des Tierarztes in das Territorium des Tieres für dieses Stress bzw. Angst bedeutet.

Man kann das Tier gleich im Garten beerdigen, ohne es zuvor transportieren zu müssen.

Wenn das Tier nicht begraben werden kann/soll, muss der Tierkörper nachfolgend transportiert werden.

Was passiert mit meinem verstorbenen Tier?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

·        Beseitigung durch die Praxis

Sie lassen ihr Tier in der Praxis, wo es dann von dem Personal eines Tierkrematoriums abgeholt wird. Da es mittlerweile gesetzlich verboten ist, die verstorbenen Tiere weiter zu verwerten, werden sie dort mit anderen Haustieren verbrannt.

·        Beerdigung im eigenen Garten

Wenn Sie nicht in einem Wasserschutzgebiet wohnen und einen eigenen Garten besitzen, dürfen Sie ihr Tier dort unter Einhaltung bestimmter Auflagen begraben.

·        Urnenbestattung

Sie lassen ihr Tier bei dem Tierarzt, wo es von einem Bestattungsunternehmen abgeholt wird. Sie können zwischen Einzel- und Gruppenverbrennung wählen. Auch entscheiden Sie, ob Sie die Asche ihres Haustieres in einer von Ihnen ausgesuchten Urne zugeschickt haben wollen oder nicht. Über weitere Einzelheiten lassen sie sich bitte vor Ort informieren.

Wer soll in der schweren Stunde dabei sein?

Grundsätzlich ist es für das Tier angenehmer, wenn eine vertraute Person dabei ist. Es spürt, wenn plötzlich etwas anders ist. Man sollte dem Tier das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.

Soll ein neues Tier ins Haus?

Die Antwort auf diese Frage muss jeder für sich alleine finden. Die einen möchten zuerst ein wenig Abstand gewinnen, andere suchen Trost und Ablenkung, indem sie sich sofort einen neuen Gefährten an ihre Seite holen.

Man sollte sich aber einer Sache bewusst sein: Mit jedem neuen Tier holt man sich auch die Gewissheit einer weiteren, schmerzhaften Trennung mit ins Haus, aber auch die Freude, die man durch und mit einem Tier erfährt, wird einem niemand je nehmen können. 

© AniCura, Dr. Christine Nees