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Minimal-invasive Chirurgie


Bei der minimal-invasiven Chirurgie (Knopfloch- oder Schlüssellochchirurgie) werden Operationen unter Schonung von Haut, Muskeln und Faszien durchgeführt, da nur zwei bis drei kleine Hautschnitte angelegt werden. Durch diese Schnitte werden Endoskop und chirurgische Instrumente eingeführt.

Verwendung findet diese Methode vor allem im Bauch- und Brustraum sowie bei Gelenksoperationen (Laparoskopie, Thorakoskopie, Arthroskopie).


Arthroskopie

Arthroskopische Operationen gehören zu den am häufigsten bei uns durchgeführten orthopädischen Eingriffen. Indikationen sind:

Behandlung der Ellbogengelenkdysplasie: Fragmentierter Processus coronoideus, Osteochondrosis dissecans im Ellbogengelenk
Osteochondrosis dissecans im Schulter
Untersuchung des Kniegelenks auf Meniskusschäden und Behandlung derselben
Untersuchung des Hüftgelenks auf Knorpelschäden besonders bei jungen Tieren, bei denen eine dreifache Beckenosteotomie geplant ist
Laparoskopie

Die mit hoch auflösenden Videokameras verbundenen Glasfaser-Endoskope erlauben in der mit Gas gefüllten Bauchhöhle einen guten Überblick. Wir verwenden die Laparoskopie sehr häufig bei der minimal-invasiven Kastration der Hündin, bei der Entfernung von in der Bauchhöhle verbliebenen Hoden beim Rüden und bei der vorbeugenden Fixation des Magens an der Bauchwand bei Hunden solcher Rassen, die stark zur lebensgefährlichen Magendrehung neigen. Bei vermuteten Erkrankungen der inneren Organe (Pankreas, Leber, Nieren, Uterus etc.) oder krankhaft erscheinenden Veränderungen der Bauchlymphknoten kann neben der visuellen Beurteilung zusätzlich sofort eine Gewebeprobe entnommen werden, um pathologische Veränderungen auch sicher nachzuweisen.


Thorakoskopie

In der Brusthöhle ermöglicht die minimal-invasive Methode die Beurteilung von Lunge, Pleura, Mediastinum und Herzbeutel sowie eine schonende Entnahme von Gewebe, z. B. von Lungenproben. Bei Herzbeutelergüssen hilft uns die thorakoskopische Chirurgie, den lebensrettenden Abfluss gestauter Flüssigkeitsmengen durch eine Herzbeutelfensterung unter größter Patientenschonung zu schaffen.


Interventionelle Chirurgie

Bei dieser Methode werden natürliche Körperöffnungen oder Katheter in großen Arterien oder Venen genützt, um Maßnahmen im Patienten durchzuführen, die sonst nur nach dem operativen Anlegen aufwändiger Zugänge möglich wären.
Häufig durchgeführte Beispiele dafür sind das Setzen von Luftröhren-, Harnröhren- oder Harnleiter-Stents, das Aufweiten verengter Herzklappen mittels Ballonkathetern unter Durchleuchtungskontrolle oder das Verschließen fehlerhaft entwickelter Blutgefäße.

minimal-invasive Chirurgie

arthroskopie

Arthroskopisches Bild eines rechten Ellbogengelenks eines einjährigen Golden Retrieverrüden mit Ellbogengelenkdys-plasie. Ein freies Knochenstück ist bereits von einer Arthroskopiezange erfasst und kann so durch eine wenige Millimeter große Öffnung aus dem Gelenk gezogen werden.